Niederlage an der Weser

Nach einer Woche Meisterfeier reiste Borussia am 33. Spieltag in den Norden, um sich mit den noch nicht ganz vom Abstiegskampf befreiten Bremern zu messen. Im Vorfeld hatte Borussia angekündigt weiter Vollgas zu geben, um noch die Rekorde der meisten Auswärtssiege und der wenigsten Gegentore zu holen. Am Ende steht aber ein 0:2 zu Buche … das dem BVB aber nicht mehr weh tut. Die Kritiker sollten also recht behalten – schwere Feierbeine und keine 100%-Einstellung, wenn du Meister bist. 🙂

Quelle: www.bvb.de

Perfektes Fußballwetter im Weserstadion. Die Dortmunder Borussia wollte an die gute Vorstellung gegen Nürberg von vor einer Woche anknüpfen, lief daher in gleicher Besetzung auf, wurde aber ganz kalt erwischt. Die erste Chance der Partie nutze Werder gleich zur Führung. Nach einer Ecke in der 6. Minute geriet eine Faustabwehr von Roman Weidenfeller zu kurz und Silvestre konnte aus verdeckter Position schießen und traf. In der Folge hatten die Hausherren weitere Möglichkeiten. Hervorzuheben hier der Flachschuss von Marin an den Pfosten, nachdem er sich schön freigespielt hatte.

Borussia erkämpfte sich nun mehr Ballbesitz, aber mit zu wenig Zug zum Tor. Erst zum Ende der Halbzeit konnten 2 Chancen erspielt werden, die aber beide von Werder zur Ecke geklärt werden konnten.

In der 2te Halbzeit nun etwas mehr Drang in Richtung Tim Wiese, allerdings ohne Fortune und Konzentration. Dann ein schönes Solo von Pizarro, der am Strafraum nach innen zieht und flach zum 2:0 einschießt. Nach der Niederlage von Spieltag 1 erst das 2. Spiel in dieser Saison, in dem Borussia mehr als ein Gegentor bekommen hat!! Naja, ich sag dann mal „Tschüss Rekorde.“ 🙁 Werder mit diesem Ergebnis natürlich voll zufrieden, bedeutet es doch den Klassenerhalt. Das Spiel bietet in der Folge keine großen Highlights mehr und tröpfelt dahin.

Die Niederlage muss man als verdient anerkennen, da man nicht das Spiel vorgetragen hat, was man sonst eigentlich vom BVB in dieser Saison so oft gesehen hat. Zu viele Fehlpässe und zu wenige Torchancen stehen einer trotzdem kämpferischen Leistung des BVB gegenüber.

Ich denke Unlust kann man dem BVB dabei nicht unterstellen, wohl aber mangelnde Konzentration. Natürlich muss Dortmund nicht mehr volles Risiko gehen – Rekorde mal hin oder her, aber ein Meister kann sich besser präsentieren. Es ist aber seit langem eine Niederlage, über die ich mich nur bedingt ärgere, denn: „Deutscher Meister ist nur der BVB!“

Die Chance zur Wiedergutmachung dann nächsten Samstag gegen Frankfurt, bei dem das Spiel ja auch wieder nur Randprogramm bei der Schalenübergabe sein wird. 🙂 Heja BVB!

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